ALLES MATCHA?!

Oh ja, jetzt steht es fest: Kaffee war gestern, Matcha ist heute.

Auf meiner letzten Yogareise nach Korfu hatte ich netterweise eine kleine niedliche Dose Matcha Tee in meinem Goody-Bag. Über Matcha hatte ich bereits schon hier und da gelesen, aber selber getrunken, geschweige denn selbst zubereitet, hatte ich ihn noch nicht. War das etwa eine Aufforderung, ein Wink mit dem Zaunpfahl?

Zurück in Deutschland landete das kleine Ding erst einmal in der Teeschublade. Immerhin wusste ich, dass man Matcha speziell zubereiten muss und dass man dafür besonderes Equipment benötigt. Da ich das leider nicht im Goody-Bag fand, musste ich mich erst einmal dahinter klemmen und recherchieren. 

MATCHA HISTORY 

Matcha Tee hat seinen Ursprung in China. Buddhistische Chan Mönche benutzten ihn fein gemahlen für medizinische Zwecke. Auf einer Reise durch China lernte ein einflussreicher japanischer Mönch namens Myoan Eisai den Zen Buddhismus und die traditionelle Zubereitung des Matcha Tees kennen und lieben und brachte diese Tradition mit nach Japan, wo sich beides in Windeseile größter Beliebtheit erfreute.

WAS BENÖTIGT MAN FÜR DIE ZUBEREITUNG VON MATCHA TEE

Das wichtigste Accessoire ist natürlich der Tee selber. Die Sorte, die ich geschenkt bekommen habe, ist von dem Label aiya, und ich kann sie sehr empfehlen.

Dann benötigt man einen Bambus – Besen, auch Chasen genannt, und einen Bambuslöffel, Chashaku, um den grünen Tee traditionell zuzubereiten. 

Wenn man es ganz perfekt machen möchte, dann wird einem auch geraten, eine richtige Matchaschale und einen Besenhalter zusätzlich zu erwerben. Die Schale ist dafür da, den grünen Tee schaumig zu schlagen, wofür man wiederum den Besen benutzt. Das Besondere an einer richtigen Matchaschale ist, dass die Schale etwas höher geformt ist, so dass man beim Schäumen keine Sauerei macht. Und wenn der Besen, dann wieder gesäubert, weggestellt werden soll, rät man, ihn auf den Besenhalter zu stellen, damit die kleinen feinen Bambusstäbe auch ordnungsgemäß trocknen können.

Da ich aber das Pferd nicht von hinten aufzäumen wollte, entschied ich mich, dieses grüne Gesöff erst einmal zu testen. Nicht, dass es mir am Ende gar nicht schmecken sollte, und dann hätte ich schön blöd aus der Wäsche geguckt mit meinem Besenhalter und Co. 

Ich entschied mich bei Lebeleicht Hamburg einen kleinen Abstecher zu machen und mir einen Matcha Latte zu gönnen. Tja, und wie soll ich es beschreiben? Das war mal ‘ne kleine Köstlichkeit. Der Latte wurde mit gesüßter Mandelmilch zubereitet, und das Ganze schmeckte einfach herrlich sinnlich. Und so sah er übrigens auch aus, richtig was fürs Auge! Der schöne Nebeneffekt an Matcha ist übrigens seine kaffeeähnliche Wirkung. Und das Ding hatte Wums! Wie herrlich, denn gerade zu dieser dunklen Jahreszeit leidet man ja fast chronisch an Übermüdung. Und wem das noch nicht reicht, der ist vielleicht dann überzeugt, wenn er erfährt, dass Matcha Tee einen ziemlich hohen Wert an zellschützenden Antioxidantien vorweisen kann. Ein wahrhaftiger Jungbrunnen also!

Für mich stand nach diesem Besuch fest: Matcha Tee ist genau mein Ding.

MATCHA ANLEITUNG

Wenn es Euch interessiert, wie man Matcha Latte zubereitet, dann schaut mal hier unten, so habe ich es gemacht. Die Anleitung bezieht sich auf eine Schale / Tasse.

• 100ml Wasser auf 80 Grad erhitzen

• 1-2 gut gehäufte Bambuslöffel Matcha Tee in die Matchaschale geben, das erhitzte Wasser dazu geben und mit dem Bambusbesen 2-3 Minuten schaumig schlagen

• 200-300 ml gesüßte Mandelmilch (geht aber natürlich auch andere Milch) aufwärmen und auch schaumig schlagen

• die aufgeschäumte Mandelmilch zum Tee dazu geben: Voilà, fertig!

Wenn Du also mal Deine Welt entschleunigen willst und Dir etwas Gutes gönnen möchtest, dann schenke Dir selbst mal zwischendrin eine kleine Matcha Teezeremonie, genieße Deine kleine Auszeit und erfreue Dich an einem feisten Energy Boost! Cheers!

Matcha Zubehör gibt es zum Beispiel hier.

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