WIE WIR VON UNSEREN KINDERN ACHTSAMKEIT LERNEN KÖNNEN

Auch wenn das Leben mit Kindern ziemlich hektisch und trubelig sein kann, ertappe ich mich doch sehr häufig, wie ich viel von meinen Kindern lerne. 
Kinder sind immer im Moment. Sie sind von Natur aus weniger im Stress, oder angespannt, wie wir Erwachsenen. 

FOCUS & CREATIVITY

Kinder können sich hervorragend fokussieren. 
Es werden die höchsten Türme gebaut, die buntesten Bilder gemalt, oder gebastelt als gäbe es kein Morgen. 
Die Phantasie kennt keine Grenzen. Kissen und Decken werden zum Piratenschiff und der Hund vom Nachbarn kann in Geheimsprache mit ihnen sprechen.
Es ist herrlich zu sehen, wie sie durch ihre Art zu Spielen, komplett im Hier und Jetzt ihrer Phantasiewelt abtauchen, und dadurch ziemlich ausgeglichen, im normalen Leben wieder auftauchen können.

INTENSITY OF THE MOMENT

Kinder erleben jeden einzelnen Tag mit einer unerschöpflichen Intensität und zeigen uns dadurch, wie wertvoll und besonders der Moment ist. 
Mir selbst gelingt es leider auch nicht immer, mich darauf einzulassen. Gerade, wenn der Tag stramm getaktet ist und alles reibungslos laufen muss. Aber eigentlich gerade dann sollte man sich von seinen Kindern anstecken lassen. In jedem noch so hektischen Tag liegt etwas Besonderes. Wir sind nur vor lauter Stress und Druck nicht mehr in der Lage, das zu sehen. Jedem kleinen Stein, den meine Kinder mal wieder mit nach Hause bringen, kann man etwas Schönes abgewinnen, wenn man sich dafür die Zeit nimmt. Und wenn wir mal ganz ehrlich mit uns sind, die Zeit hätten wir hier und da sogar dafür, wir geben diesem Moment nur häufig keine Priorität.

ACHTSAMKEITSRITUAL MIT KINDERN

Ich bin die Tage über eine wundervolle Achtsamkeitsübung gestolpert, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Diese Übung eignet sich hervorragend, wenn man seine Kinder ins Bett bringen möchte und rundet den Tag liebevoll ab. Natürlich kann man sie auch hervorragend selber für sich praktizieren.

Voilà, los geht’s mit der Übung:

„Drei Dinge, die dich heute glücklich gemacht haben“

  • Jeden Abend, wenn Du Dein Kind ins Bett bringst, frage nach drei Dingen, die es an diesem Tag glücklich gemacht haben.
  • Lass Dir danach noch drei weitere Dinge aufzählen, die ihm heute ein gutes Selbstwertgefühl gegeben haben.

Dies ist eine großartige Übung, um Deinem Kind ein stabiles Selbstwertgefühl und eine positive Haltung, bzw. eine optimistische Lebenseinstellung mit auf den Weg zu geben. Du kannst Dir sicher sein, dass Dein Kind mit schönen Gedanken und einem guten Gefühl im Bauch einschläft. 

Der schöne Nebeneffekt ist, dass Du spannende Dinge aus dem Leben Deines Kindes erfährst, die ihm Spaß bringen, und von denen Du vielleicht überhaupt keine Ahnung hattest. Und klaro, genau so kannst Du Deinem Kind auch drei Dinge von Deinem Tag erzählen, so dass ihr gegenseitig etwas voneinander erfahrt.

Ich bin gespannt wie es klappt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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